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Ložišća

Ložišća ist eine Ortschaft, die ihren ländlichen Charakter sehr gut bewahrt hat. Dies ist ein einfacher, harmonischer Ort mit steilen, gepflasterten Straßen, der von einem schlanken, verzierten Glockenturm dominiert wird, der im Jahr 1889 nach dem Entwurf des Bildhauers Ivan Rendić erbaut wurde.

Ložišća ist eine der jüngsten Ortschaften in Brač, deren Geschichte bis ins 18. Jahrhundert zurückreicht. Sie wurde von den Einwohnern des Dorfes Bobovišća bewohnt, weswegen sie auch „das große Dorf“ (zu Kroatisch „Velo selo“) genannt wird. Im Gegensatz dazu wird Bobovišća „das kleine Dorf“ (zu Kroatisch „Malo selo“) genannt. Nachdem die Pfarrkirche gebaut worden ist, wurde das Meisterwerk des Bildhauers Ivan Rendić (1886-1889) errichtet – der Glockenturm, der mit seiner aufrechten Stellung den Ort dominiert. Die Kirche wurde im Jahr 1820 errichtet, der Glockenturm im Jahr 1899 fertiggestellt. Obwohl Überreste der Kirche Unserer Lieben Frau von Stomorica aus dem XII. Jahrhundert entdeckt wurden, wird davon ausgegangen, dass diese Ortschaft doch eher unbesiedelt war. Seit der Gründung der Ortschaft bauen die Bewohner von Ložišća Wein und Oliven an.

Die Ortschaft liegt an einer sehr steilen, felsigen Lichtung, nur 150 Meter über dem Meeresspiegel. Die Steinhäuser reihen sich aneinander entlang der abfallenden, steilen Straßen, die aus dem tiefen Tal bis zum höchsten Punkt der Ortschaft führen. Die südlichen Steinfassaden, die der Sonne zugewandt sind, ziert eine Reihe kleiner Fenster oberhalb der geräumigen Kellertüren. Hauseingänge befinden sich meistens auf der Nordseite, in der Wand, die in den Berg gemauert ist, so dass man die Zimmer direkt betreten kann, ohne viele Treppen und hohe Brüstungen bewältigen zu müssen. Hier sind alle Bauten aus Stein. Auf dem Berghang liegen hohe, geräumige, zweistöckige Häuser; im oberen Teil der Lichtung befinden sich kleine, ebenerdige Steinhäuser.

Das ursprüngliche Aussehen eines Inseldorfes mit zahlreichen Beispielen alter Baukunst ist hier sehr gut erhalten.

Ložišća ist ein Denkmal der unerbittlichen und vom Karst geprägten Realität der Insel Brač und der seltsamen Wahl ihrer Bewohner, den harten Stein, die Rillen und Karren als Fundamente für ihre Häuser zu nutzen und somit auf den Lichtungen genug Platz für einen Garten im Tal, einen Olivenhain oder einen Weinberg auf den kargen Anbauflächen zu lassen. Die Bewohner von Ložišća haben jahrhundertelang Steine ausgelesen, unzählige Mengen an Stein angehäuft, stufenförmige Ackerterrassen errichtet und so der karstigen Landschaft seit eh und je Land abgerungen. Die Großgrundbesitzer haben hier die größten und fruchtbarsten Grundstücke besessen und ihre Weinberge an Landarbeiter verpachtet, die diese unter schweren Bedingungen bestellt haben und ihnen zwei Fünftel des Ertrags geben mussten. Dieser berüchtigte Lehenzins wird „na zlu pet“ genannt und ist den Bewohnern bis heute in schlechter Erinnerung geblieben.

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